10 Years of Making Apps

Es heißt BETA aus Gründen!

So, da ist die Katze – die gar keine mehr ist, sondern jetzt ein Nationalpark – aus dem Sack. Ab morgen wird es vermutlich Mac OS 10.10, auch bekannt als Yosemite, für (fast) alle geben.

OS X Yosemite Public Beta Launches Tomorrow, July 24

Und nicht wenige werden es installieren. Und sich dann wundern, dass Programme nicht richtig funktionieren. Und sich dann beschweren und nicht selten 1-Sterne-Bewertungen von sich geben und die Support-Eingangsfächer der Entwickler fluten.

Drum hier noch einmal in aller Deutlichkeit: BETA heißt BETA aus Gründen!

Wir Entwickler haben jetzt gerade einmal seit etwa einem Monat Zeit gehabt, anzufangen unsere Programme anzupassen und dieses Mal gibt es eine Menge mehr anzupassen und dazu lernen wir mal nebenbei auch noch eine komplette neue Programmiersprache.

Auch gibt es für die meisten – und oft fundamentalen – Änderungen noch überhaupt keine Dokumentation. So zum Beispiel zum neuen iCloud Drive. Ich habe noch überhaupt keinen Schimmer, wie das funktionieren soll und was mit den Daten und Dokumenten wird, wenn man sowohl 10.10 Rechner und iOS 8 Geräte, als auch 10.9 Macs und iOS 7 iPhöner und Tablets im Einsatz hat. Denn iOS 8 und Mac OS 10.10 machen die iCloud, wie wir sie kennen, kaputt.

Apple hat mehr als 1000 Entwickler und Techniker und Designer und noch einen Haufen andere Menschen, die alleine an OS X arbeiten und etwas doppelt so viele, die an iOS 8 rumschrauben und das, was ihr morgen zu sehen bekommt, ist deren Arbeit von Jahren. An manchen Dingen haben die seit 2010 oder gar 2005 gesessen.

Wir (Entwickler) haben jetzt vielleicht noch zwei Monate Zeit, alle unsere Apps an Mac OS 10.10 und iOS 8 anzupassen. Und mit jeder Email, die jetzt hier eintrudelt, weil irgend etwas unter 10.10 Beta oder iOS 8 Beta nicht läuft, wird dieser so verdammt knappe Zeitraum noch einmal geringer.

Ich habe alle meine Apps getestet, ich weiß, was geht und was nicht. Ich weiß, was ich zu tun habe und ich habe die ersten Apps schon angepasst und aktualisiert. Um auch nur ansatzweise hinterher zu kommen, werde ich sämtliche Anfragen zu 10.10 und iOS 8 bis zu deren offiziellem Release schlicht und einfach ignorieren.

Sorry – aber aus Erfahrung heraus muss ich das so formulieren und für die, die grundsätzlich immer alles falsch verstehen und mir mangelnde Kinderstube unterstellen wollen:

Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen einer kurzen netten Mitteilung, dass etwas nicht funktioniert und Gemeckere aus der untersten Schublade in zwanzigfacher Ausführung pro Tag, nebst den passenden unverschämten Kommentaren in den Foren dieser Welt.

Wen es interessiert und wer es wissen muss, der findet hier eine Liste, die natürlich immer aktualisiert wird, meiner Programme und deren Kompatibilitäts-Status:

MOApp Apps and their Mac OS 10.10 and iOS 8 Compatibility Status

Diese erschütternd schnelle Selbstverständlichkeit

Ich habe die Tage ein neues App fertig geklöppelt. Ihr habt vielleicht gerade eine neue Webseite fertig gestellt, hunderte Brötchen gebacken oder ein paar Autos restauriert.

Ein paar tausend Kilometer weiter werden währenddessen zivile Flugzeuge vom Himmel geschossen und Familienväter schießen Selfies vor rauchenden Trümmern und Kinderleichen.

Ein paar tausend Kilometer, in einer andere Richtung, werden zeitgleich Menschen selbst in Kirchen und Moscheen erschossen.

Wieder ein paar tausend Kilometer zurück, bei uns, da muss man dann aufpassen, was man wozu sagt. Denn dann ist man entweder ein Freund oder ein Feind und entweder der oder eben der anderen Propaganda aufgesessen.

Mit gesundem Menschenverstand darf man keinem mehr kommen, schließlich sind wir alle viel zu informiert und zu belesen, als dass wir uns mit einem einfachen Falsch abgeben würden.

Aber das Allerschlimmste ist diese erschütternd schnelle Selbstverständlichkeit allerorten; hier und ein paar tausende Kilometer, egal in welche Richtung.

Ich weiß, wir können nicht anders. Aber das heißt doch nicht auch, das wir nicht anders wollen?

Eben noch Winter Olympiade und dann ein paar Monate später Flugabwehrraketen und Social Media Wettkampf um die Meinungshoheit.

Und seit wann rechtfertigen drei getötete Menschenleben das Abschießen von tausenden?

Seit wann rechtfertigt irgend etwas das Töten?

Und mit jeder neuen Nachricht kommt das Schulterzucken nur noch schneller.

Momentan schockt mich wirklich noch eine Sache mehr, als das, was Menschen sich gegenseitig antun, was sie sich gegenseitig mit den fadenscheinigsten Lügen als Begründung antun.

Und das ist die Erkenntnis, wie schnell wir Alles als selbstverständlich und unabdingbar annehmen.

Kurz gelesen, kurz mit den Schultern gezuckt und dann wird weiter geklöppelt, gebacken und geschweißt.

Es kommt nicht selten vor, dass ich mich über mich selber wundere - aber dass ich mich über mich selber erschrecken und für mich selber schämen muss, die ist dann doch eher selten bis sehr selten.

Vorhin war es so weit, als ich gemerkt habe, dass mir die Nachrichten über Tot, Elend und Sterben nur noch auf den Sack gehen und ich einfach direkt weiter scrolle.

Schließlich wollten wir doch immer schon wissen, mit wem Lana Del Rey alles im Bett war …

Das Zitat des Tages

Es ist dumm zu glauben, man könne 1,8 Millionen Menschen im größten Gefängnis der Welt einsperren, und dann zu erwarten, dass sie nicht reagieren … Jedes Volk das Recht auf Selbstverteidigung, besonders wenn es besetzt wird. Das müssten wir eigentlich am besten wissen … Schließlich handle die gesamte jüdische Geschichte vom Wunsch, sich von Unterdrückung zu befreien … Wenn die Juden im Warschauer Ghetto Raketen gehabt hätten, hätten sie sie auch abgeschossen.

Yonathan Schapira

Österreich liegt wohl auch zu Nahe an Hamburg

Österreichische Provider müssen den Zugang zu Webseiten sperren, sobald Rechtsverletzungen behauptet werden. Eine unabhängige Überprüfung gibt es nicht.

Der Lesebefehl für heute

Damals, als FAZ-Autoren noch jung waren…

Aus der Reihe ‘Warum’

Heute: Warum trifft man die nette, sexy Nachbarin ausgerechnet dann im Fahrstuhl, wenn man barfuß, ungeduscht und unrasiert im verkrumpelten Pyjama – passend zum Gesicht – unterwegs ist, weil man sich mal wieder nicht sicher ist, dass diese nervige Autoalarmanlage nicht die eigene ist?

Die lautlosen Hilfeschreie der Schreibmaschinen

Da kapituliert ein Teil unserer Regierung öffentlich und keiner bekommt es mit; dies nicht mal wegen irgend eines Fußballspieles.

Nein, der Ruf nach der guten alten Schreibmaschine geht im allgemeinen Gelächter über selbige vollkommen unter. Dabei geht es doch gar nicht um das Mittel, das Medium. Es geht um etwas völlig Anderes. Es geht um die öffentliche Kapitulationserklärung unserer Regierung. Lauter kann man doch gar nicht mehr lautlos um Hilfe schreien.

Ich bin dafür, dass wir ihnen bitte sofort und umgehend eine ganze Wagenladung an Schreibmaschinen liefern. Vielleicht sollten wir gleich noch den gesamten Bundestag damit ausstatten und alle Abgeordneten müssen beim Betreten ihre Telefone und Tablets abgeben. Und der Protokollführer – oder die Führerin – muss auch ab sofort wieder alles per Hand mitschreiben.

Dieses Bild lassen wir dann mal um die Welt gehen, natürlich per Twitter. Aber da machen sich nach Füßen riechende Umkleidekabinen wohl einfach viel besser …

Wenn man zu böd ist

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Es soll ja Menschen geben, die wissen was sie tun, die eine Ahnung haben. Zu denen gehöre ich eher nicht. Ich habe eine Idee und dann muss ich die umsetzen. Spätestens nach drei Minuten muss ich mich also unweigerlich für meine Idee verfluchen.

Wenn ich schon nach einer Minute anfange, lautstark vor mich hinzu schimpfen, dann kann man seinen Arsch darauf verwetten, dass ich ein Idee hatte, die mit Logik und Mathematik zu tun hat.

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Und Farben und Farbenlehre ist reine Logik und Mathematik. Mit Gefühl kommt man da nicht weit. Spätestens, wenn man die Formeln zur Berechnung des gegensätzlichen Winkels gegooglet hat und man nur noch die Stimme seines früheren Mathepaukers in den Ohren dröhnen hört, ist es dann ganz rum.

Göbel! Setzen! Sechs!

Aber die Jahre, in denen man nur mit einem großen Fragezeichen durch die Schulflure geschlendert ist, haben einem eines gelehrt: Man muss sich nur zu helfen wissen.

Und wenn man schon keine Formeln kapiert, dann muss der kleine Buddha eben mit seinen dicken Arsch ein paar Extrarunden auf dem Papier absolvieren.

Denn nach 360 kommt ne Null und gegenüber ist nicht immer da, wo man es vermutet hätte. Und wenn man dann noch anfängt, anstatt Gelb Grün zu verwenden, dann geht steht alles noch mal extra auf dem Kopp.

Ich wollte schon seit Tagen fertig sein. Aber so ist das nun mal, wenn man zu blöd ist und anstatt früher aufzupassen, lieber in der Raucherecke rumgelümmelt ist; sofern man denn überhaupt das Schulgelände betreten hatte …

Immer, wenn der Michael nichts passendes findet …

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… dann öffnet er Xcode.

Es gibt Color Picker für Farb-Schemen, welche für Mac und iOS Entwickler, welche für Web Entwickler und welche, mit denen man seine benötigten Farben gescheit katalogisieren kann, ohne sich einen – wie im OS X Color Picker – abzubrechen.

Und wie immer fehlt einem immer etwas oder man hat vier bis fünf verschiedene im Gebrauch. Ich hatte heute nacht die Nase voll und habe angefangen, mir mal wieder etwas Eigenes zu klöppeln.

Und wie man sieht, ist es noch in den Kinderschuhen. Dafür ist es dann irgendwann mal genau so, wie ich es gerne hätte …

Und ihr wundert euch noch

Es soll tatsächlich noch Menschen geben, die sich wundern, warum das alles so ist, wie es ist bei uns. Ich hole euch dann mal auf den Boden zurück:

Bild.de ist die meistgelesene ‘Nachrichtenseite’ in Deutschland mit einem Marktanteil von knapp 25%. Das entspricht in ungefähr genau all den Autofahrern mit Fähnchen und Außenspiegelüberziehern …

IVW Juni 2014: Top 50 Nachrichtenangebote

Ja, ich höre zu!

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In Umsatz 2015 wird man direkt Anhänge anfügen und einsehen können, ohne den jeweiligen Posten öffnen zu müssen, Vorlagen können direkt mit einem einzigen Klick ausgewählt werden, das Verschieben von Posten wird optimiert und man kann Konten und Kategorien nur mit der Tastatur auswählen; somit ist die komplette Bedienung nur per Tastatur noch mal etwas einfacher geworden. Dazu wird es verbesserte Ausdrucke und Bericht geben und noch so manches mehr.

Ich hoffe nur, dass ich bis zum Erscheinen von Yosemite (OS 10.10) fertig werde oder zumindest in den Wochen danach …

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Die konfliktfreie Entpiepung

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Eine Email – ein Piep. Ein Tweet – noch ein Piep. Eine Email, zwei Geräte – zwei Pieps; seltenst zur gleichen Zeit.

Eine Email, ein Tweet, eine ADN Notification, ein iPhone, ein iPad und ein Mac – neun Pieps zu sieben unterschiedlichen Zeitpunkten.

Drei Emails, ein Tweet, zwei DMs, drei ADN Benachrichtigungen, ein Geburtstag und ein Termin auf drei iPhones, vier Tablets und drei Rechnern …

Ein Rummelplatz ist ruhiger als meine Hosentaschen, Rucksäcke und das Büro. Konflikte vor der Achterbahn löst die Polizei auf. Die in meinen Adressbüchern und Terminkalendern und all den anderen Apps bei mir daheim und unterwegs, die habe ich zu lösen …

Bekloppt, wie man ist, da greift man ja nicht nur zum iPhone/Androiden/BlackBerry/WasAuchImmer wenn es gerade mal wieder piept und rappelt – nein, man holt es bei jeder noch so möglichen und unmöglichen Situation hervor.

Ein rote Ampel, ein Text und eventuell kein Piep aber garantiert ein Hup von hinten. Und das ist noch die harmlose Variante.

Wo wir stehen und gehen, wir starren auf Glas, wir scrollen, wir tippen und wir lassen piepen.

Das GameBoy Gepiepse, damals, das war – oder eher ist – ja fast ein Dreck dagegen.

Egal wo man steht, geht, fährt, sitzt, wartet – irgendwo piept, rappelt, scrollt und tippt was oder eine/einer. Jede zweite Webseite, die man besucht, will einen mittlerweile auch noch pushbebiepen.

Und wir tun uns das alle freiwillig an. Zumindest bis vier Uhr nachmittags. Dann ist bei den Meisten der Akku alle. Und anstatt die Ruhe zu genießen, da geht die Hektik erst so richtig los. Früher suchte man um die Uhrzeit dringend nach Gras oder einem Krümel Haschisch und heute die nächste Steckdose.

Man könnte ja einen Piep verpassen …

Bei mir hat es jetzt ausgepiept. Die Phöner und Tablets zum Entwickeln und Testen haben weder Email, noch Twitter und Co. eingerichtet und auf meinem Arbeits-Mac habe ich jetzt schon seit zwei Jahren das uneingerichtete Email Programm nicht geöffnet, weder Tweetbot installiert, noch andere Lesezeichen in Safari als die, die ich zum Klöppeln brauche und seit ein paar Wochen habe ich mein Telefon für unterwegs absichtlich verdummt.

Man kann mit ihm telefonieren, SMS verschicken und ja, wenn es sein muss auch seine Emails und DMs abrufen und verfassen. Und dies muss man ja eigentlich so selten.

Es rappelt nicht, es piept nicht, es hat am siebten Tag noch genug Strom für die nächsten sieben, ich muss mir keine Gedanken machen, dass es geklaut wird, Passwörter sind nicht drauf und wenn ich dann doch mal ne süße Katze sehen, dann kann ich die sogar halbwegs gescheit fotografieren.

Und das Tollste ist: Ich lebe trotzdem noch. Ich habe weder den Anschluss verloren, noch bin ich verblödet oder habe auf einmal keine Freunde mehr.

Dafür habe ich nur noch einen Kalender, nur noch ein Adressbuch und habe bisher weder einen Termin, einen Geburtstag oder sonst überhaupt etwas verpasst. Auch sind meine Emails wie gewohnt beantwortet und die Nachrichten und News sind die selben wie schon Gestern, letzte Woche, die Woche, das Jahr und die Jahrzehnte davor.

Dafür hätte ich ab vier Uhr – neben Strom – auch noch genügend Zeit, Ruhe und Nerven etwas anders zu tun, als permanent zu scrollen und zu tatschen.

Und erst diese Ruhe …

Extremisten aller Länder, vereinigt euch!

Und ich wette, selbst jetzt sondern die üblichen Verdächtigen einen Witz an Blogeintrag – ja, genau so ein Ding, wie dieses hier – ab, ein paar reißen einen Witz auf Twitter und dann gibt es wieder ‘business as usual’ auf allen Kanälen.

Dabei wäre es doch so einfach. Es mussten ab sofort einfach nur alle drei Milliarden Internetbenutzer täglich einmal nach Tor, Tails und Co. googeln. Dann wird halt der Misthaufen Heuhaufen einfach künstlich erhöht, bis er zusammenbricht.

Dann kaufen wir vorher alle noch Aktien von diesen ganzen Storage-Firmen und lachen uns ins Fäustchen.

So hat man vor ein paar Jahrzehnten mal den gesamten Ostblock in den Ruin getrieben, wäre doch gelacht, wenn wir das mit den Spinnern aus Übersee nicht auch hinbekämen …