10 Years of Making Apps

Der Lacher des Tages

Der BND begründet seinen Wunsch nach hunderten Millionen unter anderem damit, dass er etwas gegen die Gesichtserkennung tun kann. Die ist schließlich böse und enttarnt Menschen; somit auch eigene Agenten.

Darüber muss ich mir momentan so gar keine Gedanken machen. Liege immer noch lachend mit Kopp nach unten auf dem Boden …

Die geheime Überwachungswunschliste des BND

Im Vakuum gezüchtete männliche Arschlöcher

Bevor ich mich mal wieder komplett unbeliebt mache, nur kurz vorneweg:

Ein Idiot ist ein Idiot ist ein Idiot und bleibt vermutlich auch immer ein Idiot. Ein Arschloch ist ein Arschloch ist ein Arschloch und bleibt vermutlich auch immer eines.

Nur entstehen Idioten, Arschlöcher und deren Kombination eben nicht in einem Vakuum. Oder etwa doch?

Momentan ist ja nicht nur Twitter voll mit allem Gamergate, Julien Blanc und sonstigen Volldeppen. Dazu gibt es dann noch ein paar mehr als anschauliche Videos, wie das so ist, wenn man als Frau durch die Gegend läuft.

Jetzt mischen auch die Mainstreammedien mit und wie immer, wer hätte es gedacht, geht das meistens am Eigentlichen vorbei.

Also, um genauer zu sein: Es geht mir an meinem ‘Eigentlichen’ vorbei; der Frage nach den Hintergründen und somit nach dem Warum.

Der Frage nach dem Wo, wo diese ganzen Volldeppen den herkommen. Denn anscheinend werden die ja auch nicht weniger und vor allem scheint es die ja in Ecken zu geben, in denen man sie ja eher nicht vermutet hat; in der überwiegend weißen Mittelschicht, um das mal ganz stark zu vereinfachen.

Diese Volldeppen mit Internetanschluss sind in Ländern zu finden, in denen es schon seit ein paar Jahrzehnten Gleichberechtigung, zumindest auf dem Papier, gibt. In Ländern, in denen Frauen für ihre Rechte auf die Straßen gegangen sind. In Ländern, in denen Männer, zumindest in der Werbung, kochen, den Abwasch machen und auch schon einmal eine Windel gewechselt haben.

Wie das nun so ist, mit Dingen, die – anscheinend – im Internet ihren Anfangen nehmen und dort auch überkochen, da kann man die als Randphänomen abtun. Da reagieren sich ein paar Deppen ab, über die man ohne Internet nie etwas hören müsste. Das sind ein paar wenige, die muss man nicht ernst nehmen.

Darin sind wir gut. Teppich hochgehoben und ganz schnell gekehrt.

Ich mache das selten – aber ab und an gehe sogar ich aus dem Internet raus und wenn man dann in der ‘realen’ Welt mal nachfragt, dann sind das nicht nur ein paar 14-jährige Deppen. Jede, der wenigen weiblichen Entwicklerinnen, die ich kenne, kann euch ein Lied davon singen, wie dumm sie permanent von ihren männlichen Kollegen angemacht wird.

Ich kann mir nicht vorstellen, wie das ist, wenn man man bestimmte Gegenden in der Stadt einfach meiden muss, wenn man nicht alle naselang dumm von der Seite angemacht werden will. Wobei das dann doch schon eher seltener bartragende Hipster in komischen Hosen sind, um mal bei den Stereotypen zu bleiben.

Beiden Dingen, auch Belästigungen genannt, ist aber eines gemein: Da stimmt etwas nicht mit dem Frauenbild. Da ist sich nicht nur Twitter, da sind sich auch die Massenmedien mal einig.

Aber da hört es dann auch immer schon wieder auf. Weder in werbefinanzierte Massenmedien, noch in 140 Zeichen passen Nachfragen und Hintergründe.

Und erst recht bekommt man ein Problem, wenn diese Annahme vielleicht gar nicht richtig ist.

Was, wenn das Problem gar nicht das Frauenbild ist? Was, wenn es da ein viel größeres Problem gibt?

Was, wenn es das eigene Bild ist, das nicht stimmt? Was, wenn es also das Männerbild ist, das schief hängt?

Ja, ich weiß. Aber genau das ist auch noch so ein Problem. Es ging hier nicht um Entschuldigungen oder Ausreden. Ich habe eine Frage gestellt; mehr nicht.

Auch gibt es einen Unterschied zwischen einer – möglichen – Erklärung und einer Entschuldigung oder Ausrede.

Aber – und damit wen wir wieder direkt beim Anfang – die Frage ist und bleibt doch: Wo kommen diese ganzen Volldeppen her, diese Volldeppen, die es doch eigentlich gar nicht mehr geben dürfte? Vor allem handelt es sich dabei nicht nur um diese täglichen doofen Bemerkungen oder das unschöne Sabbern beim Anblick eines tollen Arsches.

Was momentan verstärkt zum Vorschein kommt – was mir in dieser Stärke, wohl behütet und ignorant, wie ich lebe, nicht bewusst war – geht weit über mangelnde Kinderstube oder untergefickt hinaus.

Was da, diese öffentlichen Aufrufe zu Vergewaltigung und Mord mal besser ganz außer Acht lassend, stellenweise in nicht geringen Mengen zum Vorschein kommt, ist schon erschreckend; um es mal Vorsichtig auszudrücken.

Wo entsteht so eine Einstellung, so es denn überhaupt eine Einstellung ist?

Angeblich entsteht ja nichts in einem Vakuum. Worin sind dann nur all diese Idioten bis Arschlöcher entstanden?

Um sie herum gab es Bildung, Wohlstand, arbeitende Mütter, Werbung mit abwaschenden Männern und Bus fahrenden Frauen.

Um sie herum gab es Mütter, Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen.

Und dennoch wurden aus diesen überwiegend weißen Jungs in eher besseren Verhältnissen, in erschreckend großer Zahl, zum Teil riesige Volldeppen, die sich so verdammt schwer damit tun, dass es tatsächlich Frauen gibt, die gerne vor dem Computer hocken und in IT Firmen eben nicht nur für den Support und das Marketing zuständig sind.

Nein, die begleiten nicht ihre Freunde zu Entwicklerkonforenz, die haben sich auch nicht verlaufen. Nein, die halten dir gleich einen Vortrag, für den du ordentlich Geld bezahlt hast. Und auf der Fahrt zu der Konferenz hast du vielleicht sogar ein Spiel gespielt, an dem sie mitgearbeitet haben.

Abends, auf dem Weg zur Party, werden sie, wenn sie Pech haben und an den falschen Stellen vorbei laufen, allerdings genau so dumm von der Seite angemacht, wie die Friseuse deiner feuchten Träume sonst auch immer.

Deppen und Arschlöcher hat es schon immer gegeben und wird es ich immer geben und da werden auch alle Mütter, Erzieherinnen, Lehrerinnen, alle Frauen dieser Welt nichts dran ändern.

Aber was ist mit diesen vielen anderen Teilzeitdeppen und Selektivarschlöchern?

Jenen, die aus ‘gutem’ Haus kommen, sich im Supermarkt an der Kasse benehmen können und sich abends Videos anschauen, wie man Frauen am besten gegen ihren Willen abschleppt.

Was ist bei denen bloß schief gelaufen?

Augenscheinlich nicht im Vakuum aufgewachsen, eine ‘Bildung’ genossen und genügend Frauen um sich herum gehabt und dennoch versagen sie dann, wenn es drauf ankommt, in einem der entscheidendsten Punkte, die unser Zusammenleben ausmachen; der Interaktion mit dem anderen Geschlecht, im Umgang mit Frauen.

Ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem unbequemen Fenster und behaupte ganz dreist, dass diese Deppen bis Arschlöcher sehr wohl in einem Vakuum herangezüchtet werden. In einem von uns allen geschaffenem Vakuum und wir alle lassen sie dort drin aufwachsen.

Und ja, somit auch von euch Frauen.

Luft holen, nicht gleich der Emma schreiben und kurz innehalten. Danke.

Nochmal: Es geht nicht darum, irgendwelche Volldeppen in Schutz zu nehmen. Es geht nicht darum, Arschlochverhalten zu rechtfertigen und nein, auch wenn es sich vielleicht so anhören mag: Es geht nicht um Schuld.

Es geht um Verständnis. Und damit sind wir direkt beim Kern der Sache angekommen, zumindest sehe ich dies so.

Erst, wenn ich etwas verstehe, kann ich etwas tun. Erst, wenn ich verstehe, was ich tue, kann ich mein Verhalten ändern. Erst, wenn ich verstehe, was mein Gegenüber eigentlich von mir will, kann ich darauf reagieren. Erst, wenn ich mich ernst genommen fühle, kann ich mein Gegenüber verstehen. Und meinem Gegenüber geht dies genau so.

All diese Dinge sind eigentlich Selbstverständlichkeiten und sollten vorausgesetzt werden, so fundamental nötig sind sie.

Und wie wir alle wissen, ist dem leider nicht so. Wie war das noch mal mit dem Teppich hocheben?

Vor allem sind diese fundamentalen Dinge ja auch erst einmal vollkommen unabhängig davon, welches Geschlecht mein Gegenüber hat.

Aber sie werden noch so unendlich viel wichtiger, wenn es um unser Balzverhalten geht.

Und das trifft leider so oft auf so dermaßen großes Unverständnis und Unwissen; zum Leidwesen von uns Jungs bis Männern ist das nur nicht wirklich gerecht verteilt.

Ja, es ist ein Klischee und es ist es doch zu Recht: Wir wissen schlicht und einfach die allermeiste Zeit nicht, was ihr von uns wollt; gerade beim Heranwachsen.

Mal ist es richtig, mal ist es falsch, mal muss es dazwischen sein und oft ist es falsch, es sei denn, es macht der Richtige.

Ja danke auch!

Im Ernst: Natürlich sind wir nicht alle komplette Geisterfahrer und natürlich sind wir auch praktisch bildbar und nein, es geht hier immer noch nicht (und nur um das auch vorwegzunehmen, es wird es auch nie) um faule Ausreden oder Entschuldigungen für Fehlverhalten.

Ich kann nichts dazu sagen, wie das ist als Mädel und später als Frau mit uns Deppen aufzuwachsen. Ich kann nur etwas – und das dann auch noch komplett einseitig – dazu sagen, wie das ist, mit euch aufzuwachsen und mit euch zu leben und selbst als halbwegs gebildeter, halbwegs sensibler Schwanzträger auch heute noch täglich vor dem Wunder Frau zu stehen.

Und so schwer mir auch diese Worte über die Tastatur kommen:

Wir müssen reden! Wir haben Nachholbedarf!

Wir wachsen nämlich auch heute noch sehr wohl in einem Vakuum auf; zumindest in einem Teilvakuum voller Rätsel. Dies alleine macht uns natürlich nicht zu Volldeppen und Widerlingen. Es trägt aber dazu bei.

Ja! Tut es!

Mir geht es nur gar nicht um diese kompletten Vollhonks. Petz’ mal einem Ochs ins Horn, wie eine ehemalige Chefin von mir immer zu sagen pflegte.

Mir geht es um den Rest. Mir geht es um Morgen und die Jungs, die auch heute noch, jetzt in diesem Augenblick, im Vakuum aufwachsen.

Die, die von Müttern, Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen umgeben aufwachsen und aus denen trotzdem wieder Arschlöcher werden können.

Und dann gibt es da noch die ganz vielen, die sich im Umgang mit euch nicht zum kompletten Volldeppen machen – aber dennoch nicht wirklich immer wissen, woran sie eigentlich sind.

Wäre es nicht schön, wir alle hätten mehr Verständnis, mehr Wissen?

Was hätte ich schon vor Jahrzehnten die besseren Beziehungen haben können, wenn ich damals schon gewusst hätte, was ich mir über Jahrzehnte zusammenreimen musste und was ich mühsam von euch lernen konnte und durfte.

Und ja, das zählt natürlich auch für den Sex. Und nein, ich meine damit nicht nur Beziehungen-Beziehungen mit Zahnbürste und Haaren im Abfluss. Ich meine damit alles. Von Freundschaften bis hin zu Arbeitsdingen. Von Chefin, Kolleginnen bis Praktikantinnen und dem nächsten Flirt.

Und was wäre das so toll, wenn ich heute schon wüsste, was ich noch so alles die nächsten Jahrzehnte über und von euch lernen muss und darf.

Und jetzt mal Hand aufs Herz: Wäre das nicht toll, wenn ihr nicht permanent den Kopf über uns schütteln müsstet? Wenn ihr euch häufiger verstanden fühlen und wissen könntet, weil euch tatsächlich mal ein Mann versteht?

Plump, flach, stereotypisch und all die anderen Dinge, ich weiß. Und dennoch so dermaßen nah dran und so wahr, dass es fast schon weh tut.

Wenn ich mit zwölf im Freibad vom 10-Meter-Turm direkt vor euch ins Wasser platsche und euch ganz nass mache, dann quietscht ihr und spielt die Entrüsteten; setzt euch aber immer wieder dahin.

Ein paar Jahre später ist so ein Verhalten dann auf einmal falsch. Es sei denn, ich habe das passende Aussehen oder Konto.

Und nein, so schnell werden wir nicht erwachsen. Und ja, dies ist ein äußerst flaches Beispiel. Aber so wunderbar übertragbar.

Und ja, ich weiß. Dünnes Eis. Aber genau auf dem läuft Mann so oft. Und zu oft ohne jemanden an der Hand. Ich bin aufgewachsen, ohne mit jemanden über solche Dinge reden zu können. Wir tun uns heute noch so verdammt schwer damit.

Aber wir müssen es können. Das haben wir verstanden. Das wird von uns erwartet. Und zuhören. Und machen. Und dann wieder nicht machen und dann die Situation erkennen, wann was richtig ist und wann was falsch ist.

Und das in einem Umfeld, in dem das mit der Gleichberechtigung noch jung ist, die Frauen immer noch zum größten Teil in Frauenberufen arbeiten, viel weniger verdienen und selbst wenn die Kindergärtnerin sagt, dass Jungs das dürfen, die Reaktion deines Umfelds auf dein Weinen eine ganze andere ist. Nur, um mal weiter bei den plumpen und dennoch so zutreffenden Beispielen zu bleiben.

Wo sollen denn die Feinheiten, die nicht so plumpen Dinge herkommen, wenn die einfachsten schon so verwirrend sind. Vermutlich genau so verwirrend, wie diese ganzen Widersprüche, mit denen ihr auch immer noch aufwachsen müsst.

Es mag naiv sein, es mag nicht immer zutreffend sein – aber ich unterstelle einfach mal, dass es einfacher ist, wenn man jemanden hat, mit dem man darüber reden kann. Das habt ihr uns leider immer noch viel zu häufig voraus.

Auch heutzutage und gerade in unserer ach so aufgeklärten, westlichen und eher einfarbigen Welt, da ist so oft immer noch niemand da, mit dem man als Junge und auch als Mann über solche Dinge reden kann.

Wie viele Alleinerziehende Mütter gibt es? Wie viele männliche Wesen gibt es in Kindergärten und Grundschulen wirklich, auch wenn es ein klein wenig besser geworden ist?

Und auch wenn man es nicht laut sagen sollte und ich mir das jetzt als ehemalige Kindergärtnerin einfach herausnehme, diese wenigen Männer sind wichtig – aber nicht wirklich der representative Männerquerschnitt.

Es hilft mir auch nicht, wenn mein Kindergärtner etwas zu mir sagt und meine Umwelt mir ganz deutlich zu verstehen gibt, dass da was nicht dran stimmen kann.

Ja, ich rede von Vorbildern und Rollenverständnis. Ich bin immer noch bei den ganz flachen und grundlegenden Dingen und ich werde auch bei denen bleiben.

Weil es an genau diesen Dingen liegt, auch wenn wir da gerne allesamt den Teppich hochheben und kehren, was das Zeug hält.

Und diese Dinge summieren sich. Ich hatte das Glück, zu den richtigen Zeitpunkten, tolle Mädels und tolle Frauen um mich herum zu haben, die nicht nur Verständnis mir gegenüber aufgebracht haben, sondern mir auch geholfen haben, selber zu verstehen.

Und nein, dies ist keine Selbstverständlichkeit und nein, nicht jeder hat das Glück. Wenn ich so um mich schaue, dann sind das immer noch viel zu wenige auf beiden Seiten.

Heute, auf dem Papier und im Vorstellungsgespräch, der Öffentlichkeit, da kann ich so tun, als ob ich wüsste, was einem Mann ausmacht und was sein Rollenverständnis sein sollte. Ich weiß, was von mir angeblich verlangt und erwartet wird. Nur hat das auch heute noch nicht wirklich etwas mit dem zu tun, was ich fühle, was ich oft will und vor allem nichts mit dem zu tun, was wir an Widersprüchen permanent an den Kopf und vor allem an unser Innerstes geklatscht bekommen.

Heute kann ich da drüber reden, egal ob mit Mann oder mit Frau. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich nicht doch immer wieder überfordert bin oder eine klare Definition von dem hätte, was ich da tue.

Natürlich rede ich, zum Glück, nicht für alle – aber wir wachsen oft immer noch ziemlich alleine gelassen auf und müssen selber herausfinden, wie das so funktioniert mit den Mädels und Frauen.

Wenn ich versuche mir vorzustellen, was aus mir geworden wäre, wenn da noch weniger Menschen gewesen wären, die einem an die Hand nehmen und den Weg weisen, dann ist Volldepp gar nicht mal so weit weg.

Ja, ich will alles ficken, was bei drei nicht auf den Bäumen ist. Hey, ich klettere auch auf alle die Bäume, keine Frage. Im Alter lässt das etwas nach und der Sand wird etwas feiner – aber das, was das auslöst und antreibt, das ist und bleibt da.

Bring das mal in einem Vakuum unter einen Hut mit all den Erwartungen, Widersprüchen, der Doppelmoral und den vielen erhobenen Zeigefingern.

Zu plump? Wirklich?

Was würde ich dafür geben, wenn ich heute noch mal mein Gesicht von dem Augenblick sehen könnte, in dem ich endlich kapiert habe, dass ihr (Mädels/Frauen) nicht wirklich anders seid. Also bei den Bedürfnissen. Nur beim Umgang damit unterscheiden wir uns dann doch ab und an bis gewaltig; halt weniger plump.

Ein lecker Törtchen ist ein lecker Törtchen ist ein lecker Törtchen …

Diese Unterschiede muss man aber erst einmal erkennen und verstehen, die muss man erst einmal beigebracht bekommen.

Das geht nicht in einem Vakuum. Und geschieht dies nur zur Ungenüge, dann winkt da schon der Volldepp in der Ferne und wenn da noch so ein paar andere Umstände nicht stimmen, dann ist es bis zum Arschloch auch nicht mehr wirklich weit.

Und dann passiert etwas, was so dermaßen logisch ist und dennoch immer wieder übersehen wird. Das ist wie mit den Trollen: Mit Abstand verstehen wir das und fallen dennoch immer wieder auf die Schnauze, wenn wir mittendrin stecken.

Wenn ich schon ein halber Volldepp bin und nur deppige Wege kenne, etwas gegen meine Unterfickung zu tun – was für Typen an Frauen werde ich denn dann abbekommen? Und was lerne ich daraus?

Da ist das 10-Meter-Turm-Springen in weniger putzig bis unbefriedigend und traurig; oder gar gefährlich.

Und wir – also ich, mit euch – reden immer noch nur über die simples bis plumpen Dinge. Zum richtigen Trauerspiel wird das dann, wenn wir gegenseitiges Verständnis bei viel, viel sensibleren Themen, wie Vertrauen, Bindung, Beziehung und dergleichen, aufbringen müssen, ohne es jemals wirklich gelernt zu haben.

Das kann doch nicht gut gehen.

Nochmal, weil es so immens wichtig ist: Es geht nicht um Schuld oder Ausreden. Es geht um die Frage, warum es immer noch so dermaßen viele Jungs und Männer gibt, die im Umgang mit Mädels und Frauen so dermaßen versagen.

Meiner Meinung nach ist ein nicht unwesentlicher Grund, dass wir damit immer noch viel zu alleine gelassen werden und die Widersprüche immer noch viel zu groß sind, sie ja sogar noch immer weiter und immer schneller wachsen.

Wir mussten uns, damals ™, unsere Pornos und VHS Kassetten noch zusammenklauen und zusammenfinden und heute tummeln sich die Mädels und Frauen, die ihre Brüste, Hüften und Ärsche als Avatar zur Schau tragen nur so in meiner Timeline und vor lauter Videos komme ich gar nicht mehr zum Arbeiten.

Aber ich muss unterscheiden können, dass es vollkommen OK ist, dass ich all diese Titten und Ärsche ins Gesicht gestreckt bekomme, dass es vollkommen OK ist, wenn diese Mädels und Frauen vom Ficken und Blasen tweeten – ich ihnen aber nicht hinterher pfeifen oder ihnen Komplimente zu Ihrem Arsch machen darf.

Es sei denn …

Es sei denn was? Wie und von wem lerne ich denn diese feinen Unterschiede? Mit wem unterhalte ich mich darüber, wenn ich in dem Alter bin, in dem ich mir noch dreißig mal am Tag einen runter holen muss – oder kann; schließlich ist ja immer alles eine Frage des Blickwinkels.

Wir müssen immer mehr und noch mehr und wer ist da, uns das Mehr beizubringen? Gibt es da überhaupt irgendwelche geeigneten Vorbilder, die dem stetig wachsenden Anforderungskatalog gerecht werden können? Und die ganzen alten Erwartungen sind dennoch immer noch da, lauern über unseren Schultern und schauen uns kritisch an, wenn wir versuchen, dem vermeintlichen neuen Bild vom Mann gerecht zu werden. Und mehr Sex beschert es uns dann leider allzuoft trotzdem nicht.

Ja danke auch!

Humor, Baby! Eigenironie und nicht immer alles so bierernst nehmen. Hilft! Doch, wirklich!

Muss man aber auch erst einmal lernen. Und das lernt sich immer noch am Besten zusammen. Doch, wirklich!

Denn genau dieses Zusammen ist das eigentliche Problem. Und die Lösung; wie immer. Auch wenn es oft nicht so aussieht, eigentlich wollen wir das Selbe. Nur unsere Wege dahin könnten oft unterschiedlicher nicht sein. Ist schon erstaunlich, wie oft wir uns auf dem Weg zu einem gemeinsamen Ziel so dermaßen oft die eigenen Steine und Beine in den Weg schmeißen und stellen.

Weil wir nicht miteinander reden. Und damit meine ich nicht Monologe, die sich als Dialoge verkleiden. Ich meine wirkliches Reden; Reden nach Tacheles. Man muss die Dinge aussprechen, man muss die Dinge beim Namen nennen. Frau auch.

Zum Beispiel darüber, dass es eben nicht Alles jederzeit und sofort gibt, auch wenn uns permanent das Gegenteil suggeriert wird. Aber auch darüber, dass, wenn man nur aufhört den anderen permanent ihren Sex und ihre Beziehungen zu neiden und sich stattdessen darauf konzentriert, den Sex und die Beziehungen zu bekommen, die man verdient hat und die man will, man allen Beteiligten einen so verdammt riesengroßen Gefallen tut.

Und wir müssen auch darüber reden, wie schlimm es ist, wenn Männer erst im mehr oder minder hohen Alter mühsam erlernen müssen, sich über so wichtige Dinge auch gescheit austauschen zu können. Das zu können, würde die Oberdeppen- und Arschlochrate so dermaßen verringern, es wäre traumhaft für euch Mädels.

Und wo wir, schließlich hocken wir zusammen in diesem Schlamassel, gerade dabei sind: Man kann die vielen Frösche dieser Welt auch etwas netter abblitzen lassen. Die Chance, dass diese gleich ganz anders auf die nächste Frau zugehen, ist so unglaublich hoch, dass es sich wirklich lohnt. Doch echt! Ich Frosch weiß, wovon ich rede.

Und der allergrößte Vorteil davon, ein paar mehr Männer mit ‘Frauenverständnis’ in der der Welt zu haben, ist auch wieder so dermaßen simpel und logisch, dass wir ihn auch jeden Tag aufs Neue übersehen: Es wird enger für die Volldeppen und Arschlöcher dieser Welt.

Es ist nicht mit einem verpuffendem #Aufschrei getan. Wir sind jetzt lange genug mit unseren stetig wachsenden Anforderungen und der immer lauter werdenden Kritik alleine gelassen worden. Die kann noch so berechtigt sein, es wird sich nicht viel ändern, wenn wir da weiter zuhauf in unserem Vakuum hocken gelassen werden.

Es ist nicht schön dort. Es macht auf Dauer keinen Spaß. Es macht einsam und permanentes Rätselraten stumpft ab und fördert die falschen Verhaltensweisen. Und dennoch tun wir uns und unseren Kindern das immer noch tagtäglich an.

Von den ewigen Deppen und Arschlöchern und Volldeppen mal abgesehen, die allermeisten wollen wachsen, wollen lernen und wollen sich in ihrer Haut wohl fühlen; völlig unabhängig von Geschlecht und Herkunft.

Und es ist unglaublich, was für tollen Sex und was für tolle Beziehungen und Freundschaften man haben kann, wenn man sich nur ab und an gegenseitig daran erinnert …

Das Haben Wollen des Tages oder gar Monats

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★☆☆☆☆ für die undankbaren Volldeppen dieser Welt

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Mein erster GameBoy hat mich, lang’ ist’s her, 169,– DM gekostet und kam gebündelt mit Tetris. Ich habe mir nie ein anders Spiel gekauft, da ich einfach zu doof zum Spielen bin. Gekostet haben die damals zwischen 49,– und 99,– DM.

Kam ein zweiter Teil von so einem Spiel raus, dann waren da wieder 49,– bis 99,– DM fällig.

Ja, es ist jetzt ein paar Jahre später und die Welt hat sich ein paar mal gedreht.

Eine PlayStation 4 kostet um die 400,– Euro und passende Spiele zwischen 49,– und 79,– Euro.

Dann gibt es da noch das iPhone. Das kostet zwischen 600,– und 900,– Euro und Spiele gibt es zwischen 0,00,– und 14,99,– Euro; wobei der Durchschnittspreis bei unter zwei Euro liegt.

Und wenn dann eine kleine Firma monatelang ein einem ‘Nachfolger’ bastelt und dafür noch mal weniger als zwei Euro haben möchte, dann kotzen sich die undankbaren Volldeppen mit ihrem neusten iPhone für 700 Euro aus und plärren was von Abzocke.

Ja, ich bin alt. Ja, ich war als Kind im Wald und im Schallplattenladen – aber es kann doch nicht angehen, dass die paar Jahre Digitalisierung so dermaßen bescheuerte, egoistische Kotzbrocken in diesem Ausmaß hervorbringen?

Da muss doch noch etwas anders gewaltiges schief gegangen sein?

Haben wir den Bezug zu Dingen, zu unserer Umgebung und zu dem Wert von Arbeit schon so dermaßen verloren, dass wir nicht mehr den kleinsten Funken Verstand dafür aufbringen können, was unsere Mitmenschen alles tun müssen, damit wir auf unsern iPhönern vor uns hindaddeln können, in unseren 9 Euro Jeans und den 200 Euro Turnschuhen?

Für zwei Euro kommt man gerade noch drei Stationen weit oder kann innerorts zwanzig Minuten parken. Aber bei drei vier Stunden Spielvergnügen hört es auf, da ist es dann die pure Abzockerei.

Ihr habt den Schuss nicht mehr gehört! Ihr gehört nicht von morgens bis abends ausgelacht, euch gehört ein 1-Euro-Job an den Hals gewünscht, wenn das nicht so dermaßen ungerecht gegenüber all den armen Menschen in solchen Jobs wären, die den Wert von Arbeit und zwei Euro in der Regel noch sehr genau zu schätzen wissen.

Euch sollte euer 700 Euro iPhone in der Hand explodieren, beim Abgeben einer solchen Bewertung. Genau so, wie man euch mit 130 Dezibel die Todesschreie der Schweine vorspielen müsste, die sich in eurem 99 Cent Gehacktem befinden.

Da ist es mit Fremdschämen nicht mehr getan, da muss ich fremdkotzen. Genau wie die armen türkischen Jungs, die eure 9 Euro Jeans ohne Schutz sandstrahlen …

Getötet und Wiederbelebt - oder Jobs and Clients, von vorne

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Ihr erinnert euch? Ich habe mal schon vor einer ganzen Weile an einem Programm Jobs gesessen? Das Programm mit dem tollsten Icon, das jemals ein Programm von mir spendiert bekommen hatte?

Tja, und dann kam Apple mit 10.10 und ich musste erst einmal Monate lang alle anderen Programme, wie Umsatz, auf Vordermann bringen. Und das Icon in die Tonne kloppen.

Was ihr nicht wisst, ist dass ich schon drei Versionen von Jobs davor auch in die Tonne gekloppt hatte. Und letzte Woche war es die vierte.

Manchmal ist das so. Die erste Version von Umsatz hat zwei Jahre und fünf Anläufe verschluckt. Dies natürlich nicht an einem Stück, sonst wäre der Ollerum schon verhungert.

Dieses Vorgehen hat sich bei Umsatz aber bis heute bewährt. Denn ich kenne mindestens 10.000 Dinge, die nicht funktionieren. Und ich weiß, wie das so ist, wenn man Software auf Kunden loslässt.

So ist das momentan auch mit Jobs. Denn aus Jobs wurde mittlerweile Jobs und Clients. Und ich kenne jetzt auch schon locker 5.000 Ansätze, wie es nicht funktioniert und wie es nicht zukunftssicher sein kann.

Bei so einem Programm, in dem man versuchen muss, jedem komischen Menschen mit seinen komischen Eigenheiten und vor allem seinem Unwissen und seinem Wunsch, seine Zeit mit etwas besserem, als ein neues Programm mühsam lernen zu müssen, zu verbringen, gerecht zu werden, da gibt es so verdammt viel zu bedenken.

Was ist das Wichtigste?
Wie kommt man am schnellsten dahin?
Wie kommt man wieder zurück?
Wie macht man Querverweise?
Wo, muss was sein, damit es sofort erkennbar ist?
Wo darf es auf keinen Fall hin?

Es gibt viele, die regeln so etwas mit Photoshop. Ich kann das nicht; also nicht wegen fehlender Photoshop Kenntnisse, sondern weil man die Dinge richtig anfassen muss. Und dazu gehören auch richtige Daten. Denn nur dann merkt man, wenn man auf dem Holzweg ist. Und was bin ich so oft auf dem …

Lange Rede, ziemlich wenig zu sehen, mal wieder:

Ich sitze dran! Aber es dauert noch! Schließlich soll es gut werden!

Wie das Internet, die Menschen und die Medien funktionieren und ticken

Wie das Internet, die Menschen und die Medien funktionieren und ticken an einem einzigen Beispiel wunderbar erklärt:

Deutsche Wirtschafts Nachrichten schicken uns Abmahnung

Nein, es geht nicht um die Abmahnung und es geht auch nicht um die Personen, es geht nicht einmal um die DWN. Es geht um das, was (wie immer) in den Kommentaren passiert. Ich mag das Internet, keine Frage. Aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass es einfach nicht für uns Menschen geeignet ist.

Oder eher andersrum: Wir Menschen sind einfach nicht fürs Internet geeignet …

Auf dem linken Auge blind und taub

Menschen, ihr seid schon erstaunlich. Wenn man euch einzeln fragen würdet, was ihr eigentlich von der Politik für euch und euer Land wollt, dann kämen die in aller Regel erstaunliche und gar nicht mal so schlechte Dinge bei heraus.

Der große Witz bei der Sache ist, wenn man dann nur nach diesen Antworten die passende Partei heraussuchen würde, dann kämen die Linken auf über 70 Prozent; schließlich bieten die – zumindest laut Programm – genau diese Dinge an.

Unsere Wahlergebnisse sehen anders aus. Dafür haben die Meinungsmacher und bezahlten Mietmäuler in diesem Land schon gesorgt. Es gab da mal diese schöne Untersuchung darüber, wie und wie oft Parteien in welchen Medien (unter anderem in der BILD) vorkommen und mit welchem Tenor.

Und lasst euch nicht täuschen, das sind nicht nur ‘Blätter’ aus der üblichen Ecke.

Die Menschen wollen und können anscheinend nicht trennen. Allen voran – gerade mal wieder – eitle und überschätzte Liedermacher.

Wenn man auf dem linken Auge blind und taub ist, dann können die Linken nur mindesten zehn Mal so schlimm sein, wie BND, Verfassungsschutz und NSA zusammen.

Das lässt sich natürlich durch das Erlebte erklären, nur macht es das noch lange nicht richtig; und schon gar nicht sinnig.

Der Logik nach dürfte keiner mehr in der katholischen Kirche sein, keiner mehr die CDU wählen und keiner mehr solche ‘Blätter’ lesen.

Was die alle in der Vergangenheit angestellt haben …

Also können wir da anscheinend doch sehr wohl im Kopf trennen, wenn es uns denn nur passt. Nur bei den Linken, da scheint es nicht zu passen. So partout nicht, dass wir nicht in der Lage sind, mitzubekommen, was sich so auf der anderen Seite zusammenbraut; oder wohl eher einfach nicht mitbekommen wollen.

Und das geschieht nicht nur bei ehemalig wichtigen Persönlichkeiten. Bei denen kann man das das Alice Schwarzer Syndrom nennen; ehemals für 15 Minuten einen Beitrag geleistet und jetzt die Schüsse nicht mehr hören können.

Aber wie nennt man das bei uns, wie nennt man das bei der großen Mehrheit, die sich von anderen die Augen und Ohren zuhalten lassen?

Merkbefreiung?

Es muss einem nicht gefallen, was man da mit dem linken Auge sieht. Man darf seine Vorbehalte und Abneigungen haben und auch klar kommunizieren. Aber sich deswegen freiwillig auch noch das andere Auge selber ausstechen?

Sorry – aber in dem Fall hat man sein Recht verwirkt, die Klappe überhaupt aufzureißen.

Wenn die eigenen blinden Flecken zu einem einzigen riesigem Schwarzem Loch mutiert sind, ist man nur noch gemeingefährlich.

Solche Menschen gehören nicht in die Öffentlichkeit und schon gar nicht hinter ein Mikrofon oder in einen Redaktionsstuhl.

Und ja, sie vom Bloggen abzuhalten dürfte schwieriger werden. Aber da gibt es ja immer noch ein sehr wirkungsvolles Mittel:

Wegklicken!

Lenovo, Windows und WriteMonkey - oder die Zugefrorene Hölle

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Es ist so weit.
Heute ist der Tag, an dem ich mich geschlagen gebe.
Heute ist der Tag, an dem ich offiziell aufgegeben habe.

Aber von vorne:

Wenn ich nicht gerade an irgend einem Programm herumklöppel, mich nicht gerade durch die Support Emails kämpfe und auch nicht mit dem Ollerum schmuse, dann sitze ich entweder in meinem geliebten Oldtimer und fahre durch die Gegend oder ich schreibe.

Und Schreiben ist eine sensible Sache. Ich kann, wenn es sein muss, notfalls auch gegen die Unlust und die Kreativität ankämpfen und Xcode oder Mail.app öffnen und meiner Arbeit nachgehen. Wenn ich nicht in er Stimmung bin, das Wetter zu schlecht oder die Straßen zu voll, dann bleibt der Benz halt in der Garage. Aber wenn auch nur das kleinste Bisschen nicht so ist, wie ich das brauche, dann klappt das so ganz und gar nicht mit dem Schreiben.

Es hat einen Grund, warum meine ersten Programme sich nur um das Schreiben drehten und ich diese Gattung mit Vollbildmodus, fixer Schrift und mit Schreibmaschinengeräuschen mehr oder minder erfunden habe.

Ich bin verdammt leicht abgelenkt und genervt und alles muss stimmen. Drum bin ja nicht nur ich, sondern so viele Schreiberlinge ständig auf der Suche nach dem perfekten Schreibmaschinenersatz und drum hat es ja auch einen Grund, warum ich dafür immer noch so lange mein geliebtes Powerbook 1400 genommen habe.

Aber die Ersatzteile werden immer seltener und immer teurer und jetzt habe ich, nachdem ich gerader erst mal wieder die Festplatte und die Tastatur getauscht hatte – und was war das schwierig noch eine gescheite gebrauchte Tastatur zu finden – ein Bildschirmproblem und ich finde keinen gescheiten Ersatz.

Ja, ich könnte einfach mein MacBook Pro nehmen und mit meinem eigens für solche Zwecke geklöppelte Free arbeiten. Das würde ich auch gerne. Nur, so gut so eine MacBook auch ist, zum Tippen ist es beschissen. Die Flachheit wird mit einer eher mittelprächtigen Tastatur bezahlt; dies ist für euch Jungspunde, die nur noch auf Glas rumtatschen wohl eher nicht mehr so nachvollziehbar – aber wir alten Säcke, wir haben für unsere Dissertationen, Abschlussarbeiten, Berichte und all den anderen Scheiß noch ganze Wälder abholzen müssen und, je nach Wichtigkeit, so manche Seite zehn bis zwanzig Mal von vorne anfangen müssen, da eine Abgabe mit TipEx Flecken nicht in Frage kam.

TipEx fragt ihr? TipEx ist das Apfel+Z meiner Generation? Apfel+Z fragt ihr? Das ist das iPhone schütteln der Generation vor euch.

Wir haben für diese Dinge nämlich noch Schreibmaschinen genommen.

Schreibmaschinen fragt ihr? Das sind diese Dinger, die Polizisten zum Teil heute noch nehmen müssen, wenn euch das iPhone geklaut wurde und der Windows 95 Rechner mal wieder die Anzeige nicht ausdrucken will.

Dann tackern die da ganz putzig mit zwei Fingern drauf rum. Genau so, wie ihr auf euren iPhönern.

Wir Schreiberlinge haben mal gelernt, dafür zehn Finger zu nehmen, das ist etwas, was auf so einem ollen iPad einfach nicht klappen will.

Allerdings brauchen wir dazu noch mehr als nur ein paar Tasten, wir brauchen die richtigen Tasten. Das ist zwar alles nur in unserem Kopf, das wissen wir auch. Da sind aber auch die Worte. Und die kommen nur, wenn der Rest stimmt.

Und auf so einem Retina MacBook Pro stimmt fast alles, nur halt die Tasten nicht.

Auf so einem Notebook von Lenovo stimmt fast alles nicht, dafür aber die Tastatur.

Ich hatte mich da ja neulich schon mal drüber ausgelassen. Allerdings mag ich diese Tastatur wirklich so richtig. Ich bin ein eher mittelmäßiger bis schlechter Tippper. Aber auf so einen ThinkPad Tastatur bin ich ungelogen doppelt so schlecht und mache verdammt viele Fehler weniger.

Also habe ich versucht, das Teil unter Ubuntu als Schreibmaschine zu benutzen. Aber das scheitert einfach an Ubuntu und vor allem der fehlenden gescheiten Software. Der Versuch, sich was passenden selber zu bauen, scheiterte an Ubuntu und den wirklich so dermaßen beschissenen Entwicklertools; so viel Zeit kann doch kein gesunder, klar denkender Mensch aufbringen.

Nun scheint es ein paar zu geben, die es erfolgreich geschafft haben, sich darauf OS X zu installieren und es auch benutzen zu können. Daran bin ich leider auch gescheitert, trotz Kernel-Patchereien und all dem anderen Hokuspokus.

Aber das wäre was gewesen. OS X, meine gescheite Software, die gescheite Software anderer und diese grandios gute Tastatur. Das wäre wirklich ein guter Schreibmaschinenersatz und ein würdevoller Nachfolger für mein geliebtes altes PowerBook.

Aber es hat nicht sollen sein.

Also habe ich das schier unmögliche getan. Ich habe doch tatsächlich Windows, Windows 7 um genau zu sein, installiert und mich auf die Suche nach einem halbwegs gescheitem Programm zum Schreiben gemacht.

Und ich bin doch tatsächlich fündig geworden.

WriteMonkey ist kein schlechtes Programm. Es hat viele Dinge an Board, die ich nicht brauche und eher nervig und hinderlich finde – aber man kann es sich so einrichten, dass es einem aus dem Weg geht und man eine Schreibumgebung hat, die funktioniert.

Und das Allerbeste ist, ich kann sogar halbwegs meine eigenen Schreibmaschinentöne einbinden und meine eigene Schrift verwenden.

Es ist stabil, kommt mit lernfähigem Wörterbuch, eigenen Ersetzungen und mit Hilfe von BitTorrent Sync kann ich meine Texte auch mit meinem OS X Rechnern synchronisieren.

Bei mir ist somit die Hölle zugefroren. Ich sitze an einer DOSE und schreibe mit einem Programm, welches ich nicht geschrieben habe und dennoch ein wenig mag.

Ich hätte nie gedacht, dass dieserTag mal kommt.

Wer WriteMonkey kennt und nutzt und mag, kann sich ‘meine’ Schreibmaschinentöne herunterladen, meine Schrift und wenn benötigt, auch das passende Keyboard-Layout.

Und dann vergesst bitte nicht, ein wenig für das Programm zu spenden, denn das gibt es auch noch ‘kostenlos’ zu laden.

Bis Apple endlich wieder gescheite Tastaturen verbaut oder sich jemand findet, der OS X auch für Dummies, wie mich, auf einem ThinkPad installierbar macht, da bin ich ganz glücklich mit meiner neuen Schreibmaschine.

Und nein, ich warte nicht drauf, dass sich an der Linux-Front irgend etwas ändert. Das mache ich seit einer Ewigkeit und ich glaube (leider) nicht mehr, dass sich da noch etwas tut …

MOApp WriteMonkey Typewriter Sounds
MOApp Typist Font
US ALT Keyboard Layout Windows

Herbst-Oldtimer-Ausflug

LogEngine Image

Ost-Berlin, 1990

LogEngine Image

EFDEMIN – Transducer (via)

Worum es eigentlich geht

LogEngine Image

(via)

Es ist schon erstaunlich, wie wirksam Nebelbomben sind und wie viele immer noch nicht kapiert haben, worum es eigentlich geht.

Darum jetzt hier noch einmal zum Mitschreiben für alle:

Es geht nicht um die paar unterbezahlten Lokführer. Es geht auch nicht um die GDL. Nach denen kräht kein Hahn.

Die eignen sich nur so wunderbar als Nebelbomben.

Es geht darum, alles direkt im Keim zu ersticken, was andere Menschen auf Gedanken bringen könnte. Und das sind so verdammt viele.

Jeder sechste ist von Armut bedroht. Jedes fünfte Kind lebt in Armut und jeder vierte kann von seinem Job nicht leben.

Und nein, wir reden hier nicht von Bulgarien oder Bangladesch. Wir reden hier von Deutschland. Dem, je nach dem wie man rechnet, reichsten oder auch nur drittreichsten Land der Welt.

Und jetzt stellt euch mal vor, all diese Menschen kämen auf die Idee, ihre Arbeit niederzulegen und für ein klein wenig gerechtere Löhne zu kämpfen.

So etwas können wir hier aber so gar nicht gebrauchen. Da müssen wir sofort und mit den fiesesten Mitteln einen Riegel vorschieben. Und das perfideste Instrument, das uns zur Verfügung steht, ist uns gegeneinander aufzuwiegeln.

Das hat schon immer funktioniert und funktioniert in Zeiten von angeblicher Schwarmintelligenz und freiem Informationsfluss sogar noch viel besser.

Während die, die diesen Aufstand fürchten ohne Ende, nicht mal im Ansatz genannt und erkannt werden und sich im Grunewald, am Schlossrondell, in Winterhude und in Grafenberg enstpannt zurück lehnen können, da machen wir ganz freiwillig die Drecksarbeit für sie und schaufeln uns selber immer tiefer das eigene Grab, nur weil wir unserem Nachbarn nicht einen Cent mehr gönnen.

Ach, wie gerne würde ich bei euch nicht nur einen doppelten blauen Haken sehen, um zu wissen, dass ihr dies gelesen habt, sondern einen dritten, der signalisiert, dass ihr es auch endlich verstanden habt.

Ist schon erstaunlich, worüber wir uns aufregen können und was wir nicht einmal wahrnehmen …

Aktualisierung für Bill 2 erhältlich

Es gibt eine neue Version von Bill 2, die neben der Unterstützung des bald erscheinenden 10.10.1, kleineren Dingen unter der Haube, Behebungen von ein paar UI Fehlern unter Yosemite, auch den Formatierungsfehler in der deutschen Lokalisierung behebt.

Wer noch mit Bill 1 arbeiten sollte:

ACHTUNG! DIE NEUEN NEUEN FUNKTIONEN IN BILL 2 ERFORDERN EINE NEUE DATENBANK. BEIM ERSTEN STARTEN VON BILL 2 WIRD DIESE AUTOMATISCH AKTUALISIERT. ALLERDINGS GIBT ES DANN KEIN ZURÜCK MEHR. WER NOCH NICHT AUF BILL 2 AKTUALISIEREN WILL, DER LÄSST ES BITTE ERST EINMAL. DIES IST INSBESONDERE WICHTIG, DA BILL 2 EINE GROSSE UND SOMIT KOSTENPFLICHTIGE AKTUALISIERUNG IST.

Bill 2 Webseite
Bill 2 erwerben
Bill 2 herunterladen

Streikst du schon oder lässt du dich immer noch verarschen?

Ja, ich habe gut reden. Ich muss nicht von A nach B und falls dann doch mal, dann kann ich mir auch noch, je nach Wetter, aussuchen, welches Auto ich denn jetzt nehme.

Allerdings kann ich das auch erst seit ein paar Jahren. Die anderen dreißig davor bin ich nur mit Bus und Bahn und dem Daumen durch Deutschland, Europa und ein bisschen vom Rest der Welt gekommen; zu schlimmsten Zeiten bis zu fünf Stunden am Tag.

Ich habe meine Schuldigkeit getan und ich möchte in diesem Leben nie wieder dem lautstarken und hohlen Geschwätz andere Menschen zwangsweise zuhören müssen und vor allem möchte ich sie nie wieder riechen müssen.

Ich weiß also nur zu genüge, wie das so ist, mit der ständigen Angst, zu spät oder gar nicht mehr ankommen zu können, leben zu müssen.

Allerdings weiß ich noch etwas.

Ich weiß, wie unsere Medien und unsere Meinungsmache funktionieren; allen voran dieses menschenverachtende Pack bei der BILD Zeitung. Auch weiß ich, wie leicht wir Menschen uns genau durch solche Arschlöcher manipulieren lassen.

Schaut euch einfach nur mal das aktuelle Wahlergebnis in den USA an.

Und ich weiß da noch etwas, auch wieder aus erster Hand. Zu den Zeiten, als ich noch ohne Führerschein und in überteuerten Bussen und Bahnen unterwegs war, da habe ich in Berufen gearbeitet, die einem das Finanzieren eines eigenen Autos fast unmöglich gemacht haben.

Und bis heute warte ich darauf, dass all diese Berufsgruppen endlich mal ihren Arsch hoch bekommen und verdammt noch mal die Arbeit niederlegen, damit sich an ihrer beschissenen Situation etwas ändert.

Viele dieser Berufsgruppen hatten früher kleinere und gar nicht mal so schlechte Gewerkschaften und Gewerkschaftstverteter, die ihr Bestes gegeben haben.

Die meisten davon ‘gehören’ jetzt zu verdi und Co.

Und ich warte immer noch, dass für die Erzieherinnen und Krankenpflegerinnen und Altenpflegerinnen und Hotelarbeiterinnen endlich mal ein Generalstreik ausgerufen wird.

Und ja, ich habe hier bewusst nur die weibliche Form genommen. Denn da gibt es einen Zusammenhang.

Leider gibt es keinen Zusammenhalt. Dafür haben wir in den letzten Jahrzehnten, auch dank BILD und Co gesorgt.

Wer tritt denn heute noch für andere ein. Wer zeigt denn heute noch Mitgefühl und Verständnis, wenn es auch das eigene vermeintlich bequeme und doch eher angsterfüllte Leben betrifft.

Wenn alle Erzieherinnen (und deren drei männliche Kollegen) dieser Rebublik mal nur für drei Tage die Arbeit niederlegen würden - ach was wäre das toll. Und da wäre die Kacke weitaus mehr am dampfen, als wenn ein paar Pendler für ein paar Tage den Bus nehmen müssen.

Oder was würde erst passieren, wenn alle Erzieherinnen, alle Kranken- und Altenpflegerinnen zusammen auf die Straße gehen würden; nur bitte ohne die Maulhelden von verdi.

Und wir hätten da noch sie unendlich mehr Berufsgruppen, die unsere Solidarität gebrauchen könnten; jetzt sofort und nicht irgendwann, wenn es gerade mal in den eigenen Kram passt.

Aber kaum fällt der eigen Zug mal aus, da vergessen und übersehen wir so gerne, worum es eigentlich geht und worum es eigentlich gehen sollte.

Wir sind eine Gemeinschaft. Wir hocken eigentlich alle im selben Zug. Und wenn der nicht fährt, dann ist da nicht nur eine Gewerkschaft und nicht nur ein Mensch dieser Gewerkschaft dran Schuld. Der macht (eben nicht nur) seinen Job. Aus meiner Sicht macht er einen verdammt guten Job. Aus meiner beschränkten Sicht ist er (und all die, die da hinten dran stehen) der einzige (die wenigen) die ihren Job überhaupt machen.

Ich kann das von keiner anderen Gewerkschaft behaupten, die mir bekannt ist.

Sind die Forderungen überzogen? Das kann ich nicht beurteilen. Du auch nicht und der BILD Zeitung irgend etwas an tatsächlichem Fachwissen zu unterstellen ist nicht naiv, sondern gefährlich.

Aber das müssen sie sein. Und die Auswirkungen eines Streiks müssen weh tun. Das ist der Sinn eines Streiks. Für alles andere gibt es verdi und die IG Metall.

Wir machen unseren Job allerdings auch nicht wirklich gut.

Unser Job ist es nämlich, dafür zu sorgen, dass es uns allen halbwegs gut geht und nicht nur uns selber.

Und bevor jetzt jemand mit irgend einem Schwachsinn von Gutmensch und Träumerle daherkommt:

Wenn du wirklich nicht verstanden hast, wie zutiefst egoistisch diese Einstellung eigentlich ist, dann hast du so gar nichts kapiert.

Das ist wie in einer guten, funktionierenden Beziehung. Die geht auch nur so lange gut, so lange man absolut egoistisch an die Sache heran geht. Ich will, dass es mir auf Dauer gut geht. Und das kann nur, auf Dauer, gut gehen, wenn es meinem Gegenüber auch, auf Dauer, gut geht. Und dazu muss man halt nicht nur nach sich schauen, sondern auch nach dem anderen.

Und in einer Gesellschaft, in der es einem gut gehen soll, muss es den anderen gut gehen.

Punkt. Fertig. Aus.

Und ja, das tut dann halt manchmal weh. Aber bei Weitem nicht so, wie es weh tun würde, wenn man auf einmal alleine da steht. Und das gilt für Bahnhöfe genau so, wie für Beziehungen.

Bevor ihr jetzt also euch weiter von den bezahlten Scharfmachern der Nation blenden lasst, überlegt lieber, was ihr Egoistisches für euch tun könnt.

Das kann alles sein; vom Mitstreiken, damit ihr nicht nachmittags alleine mit 30 Kindern in einer Gruppe steht oder pro Arschabwischen und Füttern genau drei Minuten vorgeschrieben bekommt, bis hin zum Verständnis aufbringen, warum ein Streik im Interesse aller ist.

Würdet ihr (oder besser wir, ich bin da nicht anders) selber mal den Arsch hoch bekommen, anstatt uns nur über die anderen aufzuregen, dann könnte dies ein Land sein, das gänzlich ohne Streiks auskäme.

Aber dafür muss man halt etwas mehr als Bahnhof verstehen. Dies gelingt allerdings nicht mit der BILD Zeitung und den RTL II Nachrichten …